JETZT und nicht irgendwann
muss gehandelt werden, denn die Not im Bildungsbereich nimmt immer mehr zu.
Unter dem gemeinsamen Motto „Bildung für alle – statt Chancen für wenige“ gehen wir im Rahmen der österreichweiten Protestaktion von Aktion Bildung aktion-bildung.at auf die Straße. Die bundesweite Elterninitiative eikib.at sieht sich in ihren Kernforderungen seit Jahren von der Bundespolitik ignoriert – das lassen wir nicht länger zu! Setzen wir gemeinsam in Linz ein unüberhörbares Zeichen für ein gerechtes, solidarisches und inklusives Schulsystem, das kein Kind zurücklässt.
Es ist großartig, was Kinder, Eltern, Pädagog:innen und Assistent:innen täglich leisten. Aber sie werden vom System leider oft viel zu sehr alleingelassen. Da reichen dann selbst die größten Superkräfte nicht mehr aus. Chancen und Lebensperspektiven stehen auf dem Spiel.
Wir rufen daher auf zur:
Großen OÖ Kinder-Bildungs-Demo
16.10.2026 in Linz
Treffpunkt: 14:30 am OK-Platz
Umzug zum Hauptplatz
Unsere zentrale Forderung:
Umgehende Anhebung der Quotendeckelung der Lehrer:innenstunden für die Sonderpädagogik an den tatsächlichen Bedarf!!!
Wir fordern dies nachdrücklich vom Bund. Die Bildungssprecher:innen aller Parteien des OÖ Landtages und auch alle anderen Bundesländer unterstützen diese Forderung gegenüber des Bundes. Wir schätzen diese Bemühungen sehr!
Dennoch - Der Bund schiebt weiter auf.
Wir Eltern ersuchen nun auch das Land OÖ Pädagog:innenstunden für die Sonderpädagogik zu finanzieren. Der Bedarf lässt jedoch keinen Aufschub mehr zu. Ob Bund oder Land - unsere Kinder brauchen dringend die ihnen bescheidmäßig zustehenden Pädagog:innenstunden.
Dazu möchten wir auf unsere aktuelle parlamentarische Bürgerinitiaitve hinweisen: "Unsere Kinder brauchen Unterstützung JETZT und nicht irgendwann!
Unsere Kinder haben keine Zeit - ihr Schulzeit ist JETZT!
Der Bund finanziert hier nur noch die Hälfte der benötigten Lehrer:innenstunden für die Sonderpädagogik. Die Anhebung wird seit Jahren verschoben und unter finanziellen Vorbehalt gestellt. Die Auswirkungen für Kinder, Eltern und Pädagog:innen sind alarmieren. Wer an Leher:innenstunden für Kinder mit Unterstützungsbedarf spart, spart an den Grundfesten der Bildung und kindlichen Entwicklung.
Der sonderpädagogische Förderbedarf (SPF) wird mittels Bescheid festgestellt. Mit diesem Bescheid stehen dem Kind/ der Klasse zusätzliche Lehrer:innenstunden zu. Derzeit werden diese oft mit Assistenzstunden versucht zu kompensieren. Diese Assistenzstunden sind sehr wichtig im Schulbereich - können aber keine Pädagog:in ersetzen.
Kein Kind darf zurückgelassen werden! Mehr Zeit, Menschlichkeit und Chancen für ALLE KINDER.
Auch Kinder, die aus verschiedenen Gründen die Schule weniger bzw. nicht mehr besuchen können, wie etwa Kinder mit ME/CFS, brauchen pädagogische Begleitung in Form mobiler Pädagog:innen.
1. Verlässliche Doppelbesetzung in allen Volksschulklassen mit besonderem Fokus auf die untersen Schulstufe Damit würden Kinder mit Unterstützungsbedarf von Anfang an besser aufgefangen werden können. Erfahrungen deuten darauf hin, dass so mancher SPF durch Teamteaching sogar verhindert werden könnte. Die ganze Klasse würde davon profitieren, wenn mehr Zeit und Aufmerksamkeit möglich ist.
2. Ausreichende Ressourcen für adäquate individuelle Förderung und Assistenz
3. Dauerhafter Einsatz von therapeutischem und psychosozialem Unterstützungspersonal
Pädagog:innen, Sozialarbeiter:innen, Psycholog:innen, Therapeut:innen, Fachkräfte für UK (Unterstützte Komunikation), Schoolnurses
Mutiprofessionelle Angebote müssen auch in der Schule und im Kindergarten zugänglich sein. Unterstützte Kommunikation muss selbstverständlich im gesamten Schulalltag ermöglicht werden - sich mitteilen zu können ist ein Menschenrecht.
Kinder stehen am Beginn ihres Lebens und haben große Entwicklungsfenster - auch Kinder mit schweren Mehrfachbeinträchtigungen. Jede therapeutische Intervention wie etwa Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie, Unterstützte Kommunikation können hier wesentlich für mehr Chancen und eine bessere Lebensqualität für ein ganzes Leben beitragen.
Studien belegen, dass, je früher im Kindesalter in Förderung, Therapie und Unterstützung investiert wird, umso mehr persönlicher und gesamtgesellschaftlich Gewinn besteht. (Rerun on Investment)
4. Umsetzung von KIP (Kompetenzzentrum Inklusive Pädagogik) nach dem Nationalen Aktionsplan, damit eine bessere regionale Steuerung der Unterstützung und Koordination von Kindern mit Unterstützungsbedarf möglich ist.
5. Stoppt Kürzungen bei Arbeitsintegrationsprojekten und Vereinen für Jugendliche
Wir unterstützen die Forderungen der Logopäd:innnen Österreichs: „Verpflichtende logopädische Abklärung im Rahmen des Eltern-Kind-Passes.“
Weitere Informationen und Hintergründe zu dieser Forderung finden Sie in einem Kurz-Dossier „Verankerung logopädischer Untersuchung im EKP“ sowie im dazugehörigen Policy Brief. Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Berufsverband logopädieaustria
Sperrgasse 8-10, 1150 Wien
E-Mail: office@logpaedieaustria.at
Web: www.logopaedieaustria.at
Neben Eikib unterstützen folgende Vereine in OÖ die Demo und wir rufen gemeinsam zur Demo auf:
Familiennetzwerk Downsyndrom: www.familiennetzwerk-down-syndrom.at/fndswp/
Sonnenkinder21: https://www.sonnenkinder21.at/kontakt/
Autistenhilfe OÖ: http://www.autistenhilfe-ooe.at/
Verein Unsichtbar: https://www.verein-unsichtbar.at
Elternvereine Land OÖ: https://www.elternvereine.at
Berufsverband der Logopädie Austria: https://logopaedieaustria.at
Leitet diesen Aufruf in euren Netzwerken weiter und bringt eure Transparente mit! Alle Infos zur bundesweiten Mobilisierung findet ihr direkt beim Aktionstag Bildung aktion-bildung.at und auf hier auf www.eikib.at